Großbrand während 24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr

Am gestrigen Sonntag (17.08.2014) kam es um 6:00 Uhr zu einem Großbrand in Schmallenberg – Werpe. Zum Zeitpunkt der Alarmierung befanden sich einige Kameraden, im Rahmen der 24 Stunden Übung der Jugendfeuerwehr, in einer Einsatzübung mit der Jugendfeuerwehr. Der Kommandowagen des Löschzuges konnte die Übung umgehend verlassen und machte sich auf direkten Weg zum Einsatzort. Zeitgleich wurde die Jungendfeuerwehr wieder ins Gerätehaus gebracht. Bereits auf der Anfahrt, in Höhe des Flugplatzes Rennefeld, konnte die erste Rückmeldung geben werden: „Scheune in Vollbrand, starke Rauchentwicklung über dem Ort“.

Durch den erst eintreffenden Kommandowagen des Löschzuges wurde zunächst die Lageerkundung durchgeführt. Es konnte schnell festgestellt werden, dass sich keine Menschen und Tiere mehr in der Scheune aufhielten. Die kurze Zeit später eintreffenden Löschgruppen Berghausen, Felbecke und Lenne errichteten sofort eine Riegelstellung zum nebenstehenden Wohnhaus und begannen mit dem Aufbau einer Wasserversorgung. Da bereits jetzt klar war, dass die anrückenden Kräfte nicht ausreichen würden wurde das Alarmstichwort auf Feuer 4 erhöht.

Nach dem Eintreffen weiterer Kräfte der Löschgruppen Bracht, Niederberndorf, Fleckenberg, Grafschaft, Saalhausen und der Löschzüge Schmallenberg und Bad Fredeburg wurden schnell weitere Trupps unter Atemschutz mit weiteren C-Rohren zur Brandbekämpfung eingesetzt. Außerdem wurde der Brand über die Drehleitern vom Löschzug Schmallenberg und der nachgeforderten Drehleiter aus Meggen mittels Wenderohr bekämpft. Da nun die benötigte Wassermenge durch die vorhandene Wasserversorgung nicht mehr ausreichte wurde eine Wasserförderung aus einem Hochbehälter vom benachbarten Rennefeld zur Einsatzstelle errichtet. Hier konnte dank dem Wechsellader des Löschzuges Bad Fredeburg mit dem Abrollbehälter Schlauch die Leitung von ca. 1km Länge sehr schnell verlegt werden.  Zusätzlich brachten umliegende Bauern sowie ein Tankwagen im Pendelverkehr ebenfalls Wasser zur Einsatzstelle.

Nach rund zwei Stunden war das Feuer weitestgehend gelöscht. Nun mussten die vielen kleinen Brandnester unter dem mittlerweile eingestürzten Dach abgelöscht werden. Dies gestaltete sich schwierig, da diese sich unter den Wellblechplatten des Daches befanden. Da das Löschwasser diese Stellen nicht erreichte mussten die Platten entfernt werden.  Dies wurde anfangs mit einem Baggers einer benachbarten Baufirma durchgeführt. Anschließend wurden die Stellen welche der Bagger nicht erreichen konnte durch Kameraden der Absturzsicherung von der Drehleiter aus freigelegt.

Verpflegt wurden die Einsatzkräfte zunächst von einigen Nachbarn, welche warmen Kaffee verteilten (Vielen Dank an dieser Stelle dafür!!) anschließend kümmerten sich Einheiten vom DRK Schmallenberg und Meschede um die Verpflegung. Neben Wehrführer Rudolf Schramm mit seinen beiden Stellvertretern überzeugte sich am Vormittag auch Bürgermeister Bernhard Halbe von der Lage vor Ort. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Im Laufe des Vormittags konnten bereits die ersten Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen. Der Löschzug Schmallenberg rückte gegen 13:00 nach rund sieben Stunden im Einsatz wieder ein. Zurück im Gerätehaus mussten die Fahrzeuge und die Ausrüstung wieder einsatzbereit gemacht werden. Danach konnte für viele Kameraden, welche bereits bei der 24 Stunden Übung mit angepackt hatten nach über 28 Stunden Feuerwehrdienst endlich die Heimreise angetreten werden.

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Veröffentlicht in Einsätze

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