News & Einsätze
Mobile Retter im Rarbachtal
Schnelle Hilfe am Einsatzort
Am Montag den 09. Juni 2026 haben sich 13 freiwillige Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Kirchrarbach durch das Team der Ausbilder der Mobilen Retter des Hochsauerlandkreises ausbilden lassen, um in Zukunft schnelle Hilfe am Einsatzort leisten zu können.
Die Mobilen Retter im Hochsauerlandkreis....... was ist das?
Kommt es zu einem medizinischen Notfall und der Notruf (112) wird abgesetzt, wird automatisch eine Rettungskette in Kraft gesetzt. Rettungsdienst, First Responder und Notarzt werden alarmiert und machen sich möglichst schnell auf den Weg zum Einsatzort. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kann es aber einige Minuten dauern. Wertvolle Minuten die für den Patienten sehr wichtig, gar lebensnotwendig sein können.
Um diese Minuten zu überbrücken, hat der Hochsauerlandkreis vor einigen Jahren das Projekt "Mobile Retter " ins Leben gerufen.
Mobile Retter sollen nach Möglichkeit flächendeckend in allen Ortsteilen und Städten vor Ort sein, um in der Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bereits die ersten lebenserhaltenden Maßnahmen einzuleiten. Im Hochsauerlandkreis gibt es mittlerweile schon weit über 1000 Mobile Retter. Diese konnten in zahlreichen Einsätzen bereits wertvolle Vorarbeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes leisten. Die Alarmierung des Mobilen Retters erfolgt von Seiten der Leitstelle in Meschede (hier geht auch der Notruf ein) über das eigene Handy.
Im Rarbachtal gab es bisher schon drei Mobile Retter. Doch je mehr desto besser. Daher haben sich einige Kameradinnen und Kameraden aus der Löschgruppe Kirchrarbach gemeldet, um die Abdeckung weiter zu verbessern. Nach erfolgter Ausbildung können die Mobilen Retter in ein paar Tagen bereits mit alarmiert werden, wenn ein Notfall eintreten sollte.
Wie werde ich Mobiler Retter
• Wer darf mitmachen? Volljährige mit medizinischen Vorkenntnissen (z. B. Feuerwehr, Sanitätsdienst, Pflege, Ärzte).
• Wer führt die Einweisung durch? Der Hochsauerlandkreis kooperiert dafür mit den örtlichen Hilfsorganisationen.
• Was ist Inhalt der Einweisung? App-Bedienung, rechtliche Aspekte sowie ein praktisches Reanimationstraining.
• Wo meldet man sich an? Direkt online über das Registrierungsportal des Mobile Retter e. V.
Weitere Informationen finden Sie im Portal Mobile Retter
Löschzug Schmallenberg schult Gymnasiasten in der Handhabung von Feuerlöschgeräten
BEBA: Ein klarer gesetzlicher Auftrag
Wie löscht man einen Entstehungsbrand richtig und was macht eigentlich eine Freiwillige Feuerwehr? Diese Fragen standen kürzlich im Mittelpunkt eines Aktionstages am Städtischen Gymnasium Schmallenberg. Der Löschzug Schmallenberg war vor Ort, um die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Brandschutzerziehung und Aufklärung (BEBA) theoretisch und praktisch zu schulen.
Ein besonderes Highlight für die Jugendlichen war der Einsatz eines mobilen Brandsimulators. Unter fachkundiger Anleitung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte durften die Schüler selbst Hand anlegen und das richtige Bedienen von Feuerlöschern trainieren. Die Simulation zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das schnelle und entschlossene Handeln im Ernstfall ist. Neben der Brandbekämpfung erhielten die Jugendlichen tiefe Einblicke in die vielseitige Arbeit und die Ausrüstung der Feuerwehr, um das Bewusstsein für das Ehrenamt zu stärken. Gleichzeitig nutzte der Löschzug die Gelegenheit zur aktiven Mitgliederwerbung und stellte die spannenden Aktivitäten der Jugendfeuerwehr vor.
Ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Sicherheit
Doch warum engagiert sich die Feuerwehr so intensiv in diesem Bereich?
Brandschutzerziehung ist weit mehr als eine freiwillige Freizeitbeschäftigung. Sie ist eine Investition in die Sicherheit der gesamten Bevölkerung. Durch die frühzeitige Aufklärung lernen junge Menschen, Gefahren im Alltag rechtzeitig zu erkennen, Brände zu verhüten und sich im Notfall instinktiv richtig zu verhalten. Das senkt das Risiko von schweren Personen- und Sachschäden drastisch.
Hinter diesen Aktionen steht zudem ein klarer gesetzlicher Auftrag: Nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) des Landes Nordrhein-Westfalen sind die Kommunen dazu verpflichtet, Brandschutzaufklärung und Brandschutzerziehung zu betreiben. Die Städte und Gemeinden übertragen diese wichtige Aufgabe an ihre Feuerwehren. Der Aktionstag am Gymnasium Schmallenberg zeigt, wie lebendig und praxisnah dieser gesetzliche Auftrag mit Leben gefüllt werden kann.
Einsatzübung in der Freizeitwelt Sauerland
10 vermisste und verletzte Personen
Kürzlich führte der 1. Zug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schmallenberg eine Einsatzübung in der Freizeitwelt Sauerland in Schmallenberg durch.
Das erste Meldebild lautete F3Y. Im Verlauf der Übung mussten 10 vermisste und verletzte Personen gesucht, gerettet und versorgt werden.
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte dabei von den Mitarbeitenden der Freizeitwelt Sauerland sowie der Jugendfeuerwehr Schmallenberg, die als Statisten mitgewirkt haben.
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die Unterstützung und die realitätsnahe Darstellung der Übung.
Info: F3Y steht für einen größeren Brand (F3) mit Menschenleben in Gefahr (Y). In unserem Übungsszenario mussten daher mehrere vermisste und verletzte Personen gesucht und gerettet werden.






