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Stadtfeuerwehrtag 2026 in Fleckenberg

Jubiläum der Einheiten aus Fleckenberg und Schmallenberg gebührend gefeiert

Fleckenberg. Der diesjährige Stadtfeuerwehrtag stand ganz im Zeichen bedeutender Jubiläen und der Anerkennung für ein unermüdliches Ehrenamt.
Der Leiter der Feuerwehr, Jürgen Schneider, eröffnete den Stadtfeuerwehrtag mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Kameradinnen und Kameraden sowie der Ehrengäste, darunter u.a. die stellv. Landrätin Hiltrud Schmidt. In seinem Rückblick hob er besonders die stolzen Jubiläen innerhalb der Stadtfeuerwehr hervor: Während der Löschzug Schmallenberg bereits auf eine beeindruckende 125-jährige Geschichte zurückblicken konnte, feiert die Löschgruppe Fleckenberg in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Diese Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll, wie tief die Feuerwehr seit Generationen in den heimischen Orten verwurzelt ist.

Trotz der feierlichen Anlässe blieb der Blick auf das Einsatzgeschehen sachlich. Jürgen Schneider resümierte das vergangene Jahr mit den Worten: „Mit rund 250 Einsätzen war es ein weitgehend normales Jahr. Von größeren Einsatzlagen sind wir zum Glück verschont geblieben.“ Dennoch steht die Entwicklung nicht still. Schneider berichtete über wichtige Investitionen in die Sicherheit der Bürger, darunter die Anschaffung neuer Fahrzeuge sowie anstehende Sanierungen von Gerätehäusern, um die Infrastruktur der Feuerwehr zukunftsfähig zu halten.

Bürgermeister Johannes Trippe unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für das gesellschaftliche Gefüge in Schmallenberg. Er fand persönliche Worte für die Einsatzkräfte: „Dieser Tag ist ein besonderer Anlass, ein Anlass um kurz innezuhalten, um zurückzublicken – und vor allem, um Danke zu sagen. Danke für Ihren Einsatz, Ihre Zeit und Ihre Bereitschaft, Verantwortung für andere zu übernehmen.“ Im Anschluss an seine Ansprache vollzog der Bürgermeister zudem eine wichtige personelle Veränderung an der Spitze der Wehr: Er ernannte Michael Gamm offiziell zum stellvertretenden Leiter der Feuerwehr. Nachdem Gamm das Amt zuvor bereits kommissarisch geführt und nun den erforderlichen Lehrgang erfolgreich absolviert hatte, wurde er nun offiziell in sein neues Amt berufen und leistet damit weiterhin einen entscheidenden Beitrag zur Führungsarbeit der Schmallenberger Feuerwehr.

Auch Kreisbrandmeister Bernd Krause schloss sich den Glückwünschen seiner Vorredner an. Er überreichte die Ehrenurkunden des Kreisfeuerwehrverbandes an die jeweiligen Einheitsführer: Oberbrandmeister Christian Schöllmann nahm die Ehrung für den Löschzug Schmallenberg entgegen, Hauptbrandmeister Christian Gamm für die Löschgruppe Fleckenberg.
Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung für Stadtbrandinspektor Jürgen Schneider selbst. Für seine besonderen Verdienste und sein außerordentliches Engagement im Feuerwehrwesen wurde er durch Kreisbrandmeister Bernd Krause mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Ein weiterer wichtiger Baustein für die Einsatzfähigkeit der Wehr ist die psychologische Unterstützung der Kameradinnen und Kameraden. In diesem Rahmen konnte eine besondere Fachposition neu besetzt werden: Wilemein De Rudder (Löschgruppe Bödefeld), die ihr Psychologiestudium an der Universität van Amsterdam bereits im August 2005 erfolgreich abschloss, bringt ihre langjährige Berufserfahrung nun offiziell in den Dienst der Feuerwehr ein. Aufgrund ihrer tiefgreifenden Expertise wurde sie zur durch den Leiter der Feuerwehr zur Fachberaterin Medizin mit dem Schwerpunkt Psychologie und psychosoziale Unterstützung ernannt. Damit stärkt die Feuerwehr der Stadt Schmallenberg die wichtige Betreuung der Einsatzkräfte nach belastenden Ereignissen und setzt ein Zeichen für die mentale Gesundheit im Ehrenamt. 

Auf Ihr 50-jähriges Bestehen konnte unterdessen die Atemschutzwerkstatt in Grafschaft zurückblicken. Seinerzeit durch Stadtbrandinspektor a.D. Meinolf Saßmannshausen ins Leben gerufen, leitet heute Brandinspektor Martin Günther von der Löschgruppe Grafschaft die Geschicke. Er nahm auch die Glückwünsche der Wehrleitung entgegen. Darüber hinaus wurde Unterbrandmeister David Kieserling von der Löschgruppe Bödefeld seitens der Wehrleitung zum stellv. Stadt-Jugendfeuerwehrwart ernannt.

Im Anschluss an die Grußworte, Ernennungen und Glückwünsche folgten die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreiche Beförderungen verdienter Kameradinnen und Kameraden. So wurde u.a. Stadtbrandinspektor Heinz-Jürgen Gottmann vom Löschzug Bad Fredeburg für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet.

Für den passenden feierlichen Rahmen und die musikalische Begleitung des offiziellen Teils sorgte das Feuerwehr-Tambourcorps Fleckenberg unter der Stabführung von Mark Hofrichter.
 

Brandlehre bei der Jugendfeuerwehr Schmallenberg

Wissen, das schützt

Schmallenberg. Unsere Nachwuchskräfte haben sich am vergangenen Wochenende mit der Theorie hinter dem Feuer beschäftigt.

Löschen, aber richtig: Ein Feuer braucht Brennstoff, Hitze und Sauerstoff. Entzieht man eines davon, geht es aus. Aber Vorsicht: Niemals Fettbrände mit Wasser löschen! Die Folge wäre eine lebensgefährliche Fettexplosion.

Unterschätzte Gefahren:

  • Staubexplosion: Fein verteiltes Mehl oder Holzstaub können hochexplosiv sein.
  • Durchzündung (Flashover): In brennenden Räumen können sich Gase an der Decke schlagartig entzünden – dann zählt jede Sekunde!

Sicher im Alltag: Achtet auf die richtigen Feuerlöscher (Brandklassen A, B, C, D, F) und verlasst bei Rauch sofort das Gebäude
 

Feuerwehrgerätehaus in Kirchrarbach feierlich eingeweiht

3.800 Arbeitsstunden in Eigenleistung

Kirchrarbach. Am 11. April 2026 feierte Kirchrarbach die feierliche Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses und des danebenliegenden Bumbachparks. Rund 300 Gäste, darunter Bürgermeister Johannes Trippe, Bürgermeister a.D. Bernhard Halbe, Wehrleiter Jürgen Schneider und LEADER-Regionalmanagerin Miriam Schulte-Remmert, begleiteten das Fest. Nach einer feierlichen Messe wurden das Feuerwehrgerätehaus und die Feuerwehr-Fahrzeuge gesegnet, musikalisch begleitet von der Bumbacher Blaskapelle und dem Spielmannszug Kirchrarbach. 

In einem lebendigen „Fragenhagel“ blickten die beteiligten Akteure von Feuerwehr, Dorfverein, Kirche und Sportverein auf die lange Entstehungsgeschichte zurück. Besonders gewürdigt wurde die außerordentliche Eigenleistung der Löschgruppe Kirchrarbach, welche ca. 3.800 Arbeitsstunden in das Projekt investierte. Der Weg von der ersten Antragstellung 2019 über den Baubeginn 2023 bis hin zum Einzug im August 2024 erforderte viel Durchhaltevermögen. 

Das neue Gerätehaus bietet neben einer modernen Unterbringung der örtlichen Löschgruppe auch einen Mehrwert für den Ort, da ein Schulungs- und Versammlungsraum auch künftig den Vereinen und der Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht – getrennt vom Einsatzbereich der Feuerwehr. Für die Umgestaltung wurden rund 170.900 Euro investiert, davon über 110.000 Euro Fördermittel. „Mit diesen Investitionen stärken wir nicht nur die Sicherheit, sondern auch das Miteinander im Ort“, so Bürgermeister Johannes Trippe.

Der Tag klang mit Führungen durch das Gebäude, einer Fahrzeugschau, Fußball auf dem Kleinfeld und einem bunten Rahmenprogramm für Jung und Alt gemütlich aus.


Bilder: Meinolf Riekes