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Aktuelle Waldbrandgefahr in Deutschland

Appell der Feuerwehr

Deutschland erlebt derzeit eine ausgeprägte Hitzewelle mit Temperaturen von deutlich über 30 °C, regional sogar nahe 40 °C. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt deshalb vor einer erheblich steigenden Waldbrandgefahr. In vielen Regionen werden aktuell die Gefahrenstufen 4 („hohe Gefahr“) und teilweise sogar 5 („sehr hohe Gefahr“) des Waldbrandgefahrenindex erreicht. Besonders betroffen sind Teile Ostdeutschlands, Brandenburg, Sachsen sowie zahlreiche Regionen im Süden Deutschlands.
Die Gefahrenstufen reichen von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr). Bereits kleine Zündquellen können unter diesen Bedingungen zu großflächigen Bränden führen.
Offenes Feuer, Grillen außerhalb zugelassener Plätze und das Wegwerfen von Zigarettenkippen können bereits ausreichen, um einen Brand auszulösen.

So können Sie mithelfen, Waldbrände zu vermeiden

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe.
  • Keine Zigaretten oder glühenden Gegenstände wegwerfen.
  • Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen.
  • Rettungswege und Waldzufahrten freihalten.
  • Rauch oder Feuer sofort über Notruf 112 melden.
  • Keine eigenen Löschversuche bei größeren Bränden unternehmen.

Schutz vor extremer Hitze – Das sollten Sie unbedingt beachten

  • Ausreichend trinken – möglichst regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke.
  • Körperliche Anstrengungen in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung insbesondere zwischen 11 und 18 Uhr vermeiden.
  • Leichte, helle und luftige Kleidung tragen.
  • Wohnräume tagsüber verschatten und nur in den kühleren Stunden lüften.
  • Auf ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen besonders achten.
  • Niemals Kinder oder Tiere im geparkten Fahrzeug zurücklassen.
  • Bei Schwindel, Kreislaufproblemen oder Anzeichen eines Hitzeschlags umgehend Schutz suchen und gegebenenfalls medizinische Hilfe anfordern.

Appell der Feuerwehr
Die aktuelle Kombination aus Hitze, Trockenheit und Wind erhöht die Waldbrandgefahr erheblich. 
Bitte handeln Sie verantwortungsbewusst – jeder vermiedene Funke kann einen Waldbrand verhindern.

Weiterführende Links:

Deutscher Wetterdienst

BBK - Vorsorge und Handeln bei Hitze
 

Theoretische Grundlagen und praktische Heißausbildung

Ausbilder schulen sich im taktischen Innenangriff

Ense. Am Fortbildungstag versammelten sich 13 Ausbilder der Seminarreihe Innenbrandbekämpfung (IBB) mit dem Ziel, ihre vertieften Kenntnisse im Bereich der Brandbekämpfung umfassend zu erweitern. Diese Weiterbildung dient dazu, die aktuellen Standards und Taktiken zukünftig noch präziser und einheitlicher auf Stadtebene an die Einsatzkräfte vermitteln zu können. Die thematischen Schwerpunkte der Schulung umfassten dabei das Lesen von Rauch und Feuer, die strukturierte Lagebeurteilung sowie das gezielte Ressourcen- und Personalmanagement an der Einsatzstelle. Zudem wurden die Grundlagen im Löschangriff, die bestehenden Führungsstrukturen und die Dynamik moderner Brandverläufe intensiv beleuchtet.

Der Lehrgangstag im Trainingszentrum in Ense startete mit einem umfassenden theoretischen Block im Lehrsaal. Hierbei wurde den Teilnehmern das notwendige Fachwissen vermittelt, welches von den physikalischen Grundlagen einer Verbrennung über das taktisch richtige Vorgehen bis hin zur korrekten Ventilation reichte. Auch die aktuellen Standards moderner Löschverfahren wurden detailliert erarbeitet. Um die theoretischen Zusammenhänge anschaulich zu verdeutlichen, demonstrierten die Ausbilder zudem kleine, praxisnahe Versuche an Modellen direkt im Schulungsraum.

Im Anschluss an den theoretischen Teil folgte die praktische Umsetzung auf dem Übungsgelände. Die Teilnehmer hatten hierbei die Gelegenheit, das frisch erworbene Wissen unter realen Bedingungen in einer feststoffbefeuerten Anlage selbstständig auszuprobieren. Im Zuge dieser Heißausbildung konnten die Ausbilder die Vor- und Nachteile verschiedener Einsatztaktiken und Löschmethoden direkt am Feuer austesten, vergleichen und wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Ausbildungspraxis gewinnen.
 

Brand in Mehrfamilienhaus

Großaufgebot der Feuerwehr verhindert Brandausbreitung

Schmallenberg. Am heutigen Montag kam es in der Südstraße in Schmallenberg zu einem Brandeinsatz in einem Mehrfamilienhaus. Das Feuer brach aus bislang ungeklärter Ursache im Obergeschoss des Gebäudes aus. Alle Bewohner konnten das Gebäude glücklicherweise noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbstständig verlassen. Es wurde niemand verletzt.

Die Feuerwehr leitete sofort einen umfassenden Löschangriff ein. Während zwei Trupps unter Atemschutz im Innenangriff die Brandbekämpfung aufnahmen, wurde parallel ein Außenangriff über eine Drehleiter durch einen weiteren Atemschutztrupp gestartet. Um versteckte Glutnester gezielt zu bekämpfen, mussten die Einsatzkräfte im Verlauf des Einsatzes Teile der Fassade sowie des Daches öffnen. Angrenzende Gebäudeteile wurden kontrolliert, blieben jedoch vom Feuer unberührt.

Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort. Die Polizei sowie ein First-Responder-Team zur Eigensicherung der Feuerwehrleute unterstützten den Einsatz. Für die Dauer der rund 1,5-stündigen Arbeiten war die Oststraße zwischen dem Abzweig Rathaus und der Kirche für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.